12. Tag
Von Nesheim nach Brimnes
Eine sehr gute Nacht – trotz der Nähe zur Hauptstraße. Also ausschlafen, zumal ich früh im Bett war.
Am Morgen war es noch leicht nieselig, und der Standort selbst hatte wenig Charme. Also entschied ich mich spontan für einen Tapetenwechsel nach Ulvik, etwa 12 Kilometer von der Hardangerbrua entfernt.
Die Idee: in Ruhe auf die Sonne warten – und sobald sie da ist, direkt los und die Überfahrt genießen.
Genau so kam es. Post erledigt, gemütlich gefrühstückt, ein kleiner Spaziergang – und gegen 13 Uhr zeigte sich die Sonne stabil am Himmel. Zeit aufzubrechen. Vor der Überfahrt legte ich noch einen kurzen Foto-Stopp ein, dann ging es über die Hardangerbrücke.
Das Wetter war deutlich besser als erwartet, also wollte ich die Sonne maximal auskosten. An dem für die Nacht vorgesehenen Platz angekommen, war jedoch bereits jetzt keine Sonne mehr zu sehen – der Berg davor war schneller. Also Plananpassung: weiter zum Rastplatz nach Espenes.
Von 15:00 bis 16:30 Uhr saß ich dort herrlich in der Sonne. Einfach nur sitzen, schauen, genießen. Bis auch hier der nächste Berg beschloss, sich vor das Licht zu schieben.
Also langsam weiter Richtung Schlafplatz. Meine Wahl fiel auf den alten Fähranleger Brimnes, der durch die Hardangerbrücke überflüssig wurde. Direkt am Wasser suchte ich mir einen geeigneten Platz.
Mit der leisen Hoffnung, dass mich der Verkehr der nahen Rv7 in der Nacht nicht allzu sehr beschäftigen würde.
Übernachtung: Parkplatz am alten Fähranleger Brimnes
Übernachtungsart: Wild Camping
Tageskilometer: 120
Wetter: Sonne
